Das neue Zeitalter begrenzter Ressourcen
Der Anstieg der Zölle, die Abkehr von der Globalisierung sowie zunehmende Konflikte haben die geopolitische Bedeutung des Zugriffs auf kritische Mineralien und Energieträger unter-strichen. Die globale Nachfrage nach strategischen Metallen und verschiedenen Energiequellen wächst weiter, teils dank steigender Technologieinvestitionen. Gleichzeitig aber bleibt das Angebot nach Jahren mangelnder Investitionen in neue Produktions-kapazitäten begrenzt. Edelmetalle profitieren von einer anderen Nachfragequelle – angetrieben durch den Wunsch nach „Entdollarisierung“ von Regierungen und Zentral-banken außerhalb der USA. Dies bewirkt, dass Gold und Silber angesichts begrenzten Wachstums des Primärangebots neue Allzeithochs erreichen.
Wie in der Rohstoffwelt oft zitiert: „Gegen niedrige Preise helfen niedrige Preise“. Die Ära der niedrigeren Rohstoffpreise von 2008 bis 2020 hat unserer Ansicht nach nun den Grundstein für eine längere Phase höherer Rohstoffpreise gelegt, solange das Angebot noch nicht auf die gestiegene Nachfrage und die höheren Preise reagieren kann. Dies wird jedoch Jahre dauern, da zwischen steigenden Rohstoffpreisen und den notwendigen Investitionen in neue Abbau‑ und Raffineriekapazitäten ein langer Vorlauf besteht.
Unsere Empfehlungen
Ein Thema mit Schwerpunkt auf folgenden Anlagebereichen:
- Edelmetalle
- Strategische Metalle
- Technologisch wichtige Energiequellen
- Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien
- Unternehmen, die an der Gewinnung und Aufbereitung dieser Rohstoffe beteiligt sind
- Unternehmen, die im Bereich Wasseraufbereitung und -infrastruktur tätig sind
- Strukturierte Lösungen, die auf Edel‑ oder Industriemetallen bzw. auf Bergbaufirmen basieren
Hauptrisiken
- Eine Abschwächung der Rohstoffnachfrage im Falle einer wirtschaftlichen Rezession.
- Die Nachfrage nach sicheren Anlageklassen, wie etwa Edelmetalle, könnte sinken, wenn geopolitische Spannungen nachlassen.
- Rohstoffpreise können volatil sein, da sie ein spekulatives Element besitzen.
- Einige der jüngsten Lieferengpässe, die die Metallpreise erhöht haben, könnten nur von kurzer Dauer sein, wenn stillgelegte oder nur ausgesetzte Abbaukapazitäten wieder aktiviert werden.